Ausstellungseröffnung am Fr. 25. Mai um 20 Uhr

zur Eröffnung spielen die Hazi Bros.

bis 22. Juni 2012

Henrik Jacob - Bjuti-Galerie Crystal Ball Berlin

BJUTI ist das nachgemachte BEAUTY. Wie eine neue Kaffeekanne, roh zusammengeleimt aus den Scherben der alten. Und das klingt auch anders. Denn mit Kaffeekannen macht man heutzutage Musik.

Zu sehen sind:

Aktuelle Knetbilder und weitere Bildobjekte: Yetis, African Sculptures, Bodymen, Closed Clubs, die Hairy Tales, Collagen und Zeichnungen sowie Knetschallplatten, die mit herkömmlichen Plattenspielern abgespielt werden.

Grundlage der Arbeiten Henrik Jacobs ist ein überbordender Fundus, das Bilderrauschen einer Nachmoderne. Nach komplex motivierten, philosophisch anmutenden Installationen zeigt Jacob in seinen bildnerischen Werken mit komödiantischen, analytischen Strategien eine humorvolle kombinatorische Technik; die massen- und konsensfähige Bilder mit dem Privatem, die Materialien und Arbeitsformen des Hobby mit dem Musealen verschmelzen lassen. Eine mit einfachsten Mitteln erarbeitete multimediale Ästhetik.

In seinen Knetbildern, die gerade in London gezeigt wurden (schwarze und weiße Knetmasse), benutzt der Künstler ein eher unkünstlerisches, lebendiges Material, welches, in sehr ästhetischer und realistischer Weise, den Begriff und die Wunschvorstellungen des ewigen und monumentalen Kunstwerks ablegen helfen.

Die Veränderlichkeit, das Formbare, das Lebendige selbst ist die Materialität der Kunst, die sich, nur wie in Aggregatzuständen, erstarrt und vollendet zeigt, um wieder in Fluss zu geraten. In den impressionistischen, gekneteten Bildern ist die Information (die Bildpixel) durch den Künstler in eine skulpturale, dreidimensional erfahrbare Wirklichkeit übersetzt.

Er präsentiert das Motiv als elastisch-erstarrtes All Over von Fingerabdrücken. Bildobjekt und Ding Bild verschränken sich über ihre Körperlichkeit.

Der klassische Gestus und damit sein eigener Körper sind somit ebenso ein gleichberechtigtes Material, wie ein unscharfes Bild eines Yeti im Schneesturm oder der tätowierte Körper des “Bunten”, des Bodybuilders- Nachbar von der Ecke.

Henrik Jacobs Methode der Isolation, Installation und Collage der verschiedenen Bedeutungsebenen befreit die vermittelten Inhalte. Zu früheren Ausstellungen wurde eine Feng-Shui-Meisterin befragt oder auch aus dem Kaffeesatz gelesen.

In der Galerie Crystal Ball zeigt der Künstler nun eine neue Serie, die auf der Suche nach dem “Perfekten Bild” ein Etappenziel darstellt. Die “Hairy Tales” sind eine Serie von Portraitlandschaften: Hinter einem auf Holzplatte gearbeitetem Portraitkopf mit einem Loch, hat Jacob Landschaftsbilder montiert, die, wie bei Kopfdurchsteckattrappen, ganz automatisch die Funktionen des Gesichtes übernehmen. Unser Blick führt uns unsere Muster vor: Wolken werden Augen, Baumgruppen werden zu Nasenflügeln und Grübchen, Antlitz eines imaginierten Gesichtes. Es ist unser Blick und unser Denken, aber im Grunde sind wir selbst, auf der Suche nach dem Verlässlichen, dem Sicheren und Wirklichen von Henrik Jacob, durchs Bild gesteckt. Bravo!

The basis of the work of Henrik Jacobs is an exuberant fund, a random noise of  post-modern images. After being motivated by complexity and philosophical research, Jacob’s installations show off his artistic skills with a comedic-analytical strategy, a humorous combinatorial technique of the mass and its consensual images with the private, the materials and working methods of the hobby that can merge with those of the museum-like. A very simple worked out multimedia aesthetic.
In his modeling pictures that have been shown in London (black and white clay), the artist uses a rather non artistic, living material, which helps in conveying a very aesthetic and realistic result, discarding the notion and the desires of an eternal and monumental work of art.

The variability, the moldable, is that life is itself the materiality of art. Just as in frozen states of aggregation, this completed art,  shows its return to transformation again. In the impressionist paintings, its kneaded information (image pixels) is translated by the artist in a sculptural, three-dimensional experiential reality. He presents the subject as an elastic-solidified whole with personal fingerprints. Object and image are intertwined things about its physicality. The classic gestures of his own body are therefore also an equal material, as is a blurred picture of a Yeti in the snow storm or the tattooed body of  ”Colourful” – the artist’s corner neighbour who is also, a bodybuilder.
Henrik Jacobs’ method of insulation, installation and collage has different levels of meaning and therefore frees the content. In previous shows, a feng shui master was consulted or advice has been given through reading from coffee leftovers. For this show in Crystal Ball Gallery, the artist presents a new series, which is on the verge of achieving the “perfect image”. The “Hairy Tales” are a series of portrait landscapes: Behind a wood painted portrait with a hole-for-a-head, Jacob has assembled landscape images that automatically take (as in head-through mock-ups) the functions of a face. That view demonstrates our archetypes: clouds build eyes, groups of trees form nostrils and dimples, all visions of an imaginary face. Our view and thoughts demonstrate through the pictures that we remain always in search of the reliable and real, but in the end it’s our own heads that are being put through these holes by Henric Jacob . Bravo!

Henrik Jacob Der Bunte Knetbild Galerie Crystal Ball Berlin

Henrik Jacob: Der Bunte, Knetbild, 2011

 

Eröffnung am Fr. 27. April um 20 Uhr,

mit griechischen Delikatessen und  Haar Performances

bis 6. Mai 2012.

Ausstellung und Friseursalon täglich von 15 – 20 Uhr geöffnet

Akis Akila Komoteereeo Friseursalon Galerie Crystal Ball

Komoteereeo- Friseursalon : Katia – Hair by Akis Akila

Komoteereeo – The Greek Haircut

Mit dem “greek haircut” sind einschneidende Sparmaßnahmen wie  radikale Reduzierungen von Löhnen griechischer Bürger umschrieben. Die Galerie verwandelt sich in einen bebilderten Friseursalon der Euro – Finanzkrise indem der junge griechische Haarkünstler Akis Akila den Besuchern während der Ausstellungszeit täglich die Haare schneidet.

The gallery transformes into a hair-dressing salon. Young, talented Greek hair-dresser Akis Akila will be showing off
his skills on cutting and styling your hair, while you can enjoy a hair-themed exhibition illustrating the financial
crisis. At the same time, you´ll be able to taste traditional greek delicacies.

Go on. Trust the crisis.
Book your appointment now:
Tel. 030 600 52 828
or berlin@galeriecrystalball.de

Teilnehmende Künstler/innen:

Nina Byttebier, Marion Bösen, Die Tödliche Doris, Elke Graalfs, Henrik Jacob, Juwelia, Manfred Kirschner, Frank Schoppmeier, Rania Aravidou , Sabine Wewer, Silky,Veronika Schumacher und  Tzortzis Tatavlalis .

Akis Akila styling Ranias Hair at Komoteereeo – Galerie Crystal Ball

Akis Akila doing Nikkis Hair at Komoteereeo - Galerie Crystal Ball Berlin

Akis Akila doing Nikkis Hair at Komoteereeo – Galerie Crystal Ball

Ein Vortrag in zwei Teilen, an zwei Orten, an zwei Abenden

Rolf Thiele
“In-der-Kunst-sein”
Betrachtungen über ein Gefühl
Keine Theorie, sondern Sprechen und Zeigen als künstlerische Praxis

Teil 1.
“In-der-Kunst-sein, unpersönlich aufgefasst. Die Gleichgültigkeit.”
Kunst kann man nur lehren, erklären, indem man in der Kunst spricht, und nicht, indem man über Kunst spricht.(RT)

am Sonnabend den 21. April um 20 Uhr im Kulturalast Wedding International in Berlin/Wedding

Teil 2.
“In-der-Kunst-sein, persönlich aufgefasst. Die Verantwortung.”
Wirklich können kann man in der Kunst nur das, was man nicht kann.(RT)

am Sonntag den 22 April um 20 Uhr in der Galerie Crystal Ball in Berlin/Kreuzberg
In beiden Vortragsteilen werden Bilder vom Kunstprojekt Akademie Galan in Südwestfrankreich gezeigt.

Akademie Galan Rolf Thiele

Rolf Thiele
Rolf Thiele, Jahrgang 1942, lehrte von 1974-2007 als Kunstprofessor an der Hochschule für Künste/university of arts Bremen. Lebt und arbeitet seit 15 Jahren in Frankreich im Kunstprojekt Akademie Galan

Eröffnung der Ausstellung am Fr. 9. März um 20 Uhr

bis Do. 5 April 2012

Michaele Brüll: Nylon Superstructure,Detail, Galerie Crystal Ball

Die Künstlerin Michaele Brüll arbeitet mit Nylonstrumpfhosen. Sie benutzt hauptsächlich das Hosenteil des dehnbaren Materials für Bildobjekte und Installationen und kann dabei auf eine sich ständig erneuernde modische Variationsbreite vielfältiger Farben, Formen und Strukturen zurückgreifen. Die Ergebnisse besitzen eine irritierende Ästhetik. In einzelnen wie auch zusammengestellten Bildkörpern und Leinwänden, die sie mit  Nylons bespannt,  nähert sie sich ebenso einer sensitiven malerischen Position wie auch abstrakt konzeptueller Reihungen. In ihrer Ausstellung in der Galerie Crystal Ball verfolgt Michaele Brüll einen strukturalistischen Ansatz der über die Reihung und Wiederholung der Form einen wunderbar ironischen Architekturcharakter annimmt. Spielerisch reiht sich Hose an Hose, ein rhythmisches Gewebe welches sich im Konstrukt und dessen Zitat in einer großen Form wiederfindet. In der erneuten Vervielfältigung installiert die Künstlerin diese wie Bögen um sie im Galerieraum zu einer Brücke zusammenzufügen. Es eröffnen sich vielfältige Deutungen und Assoziationen, die in ihrer erzählerischen Form zwischen dem persönlich Körperhaften und einem filmisch urbanen Ambiente oszillieren. Die Installation wird nachts speziell beleuchtet vom Schaufenster einsehbar sein. Zu den Öffnungszeiten ist der Raum begehbar. Wir zeigen außerdem weitere Arbeiten der Künstlerin.

The artist Michaele Brüll works with nylon stockings. She mainly uses the top part of the stretchable pants to create images, objects and installations. She can always draw inspiration from an always renewable fashion of various colours, shapes and textures. The results have a versatile aesthetic. Each image, as well as compiled objects and canvases, that she covered with nylon approach a sensitive picturesque position as well as an abstract conceptual progression. In her exhibition in the Crystal Ball gallery Michaele takes on a  structuralistic approach, which maintains throughout a sequence of repeated  forms a wonderfully ironic architectural character. Stocking after stocking, a rhythmic fabric finds itself by citation in a great shape construction. The artist laces and copies them in such way using the arcs that are formed so as to create an bridge inside the gallery. This opens up a variety of interpretations and associations, which derive from the installation´s narrative form, between the corporeal and a cinematic urban ambience. The setting will be specially illuminated during the night, making it visible from the gallery´s window. The space is accessible at our opening times and features further works by the artist as well.

Michaele Brüll Nylon Superstructure Galerie Crystal Ball Berlin

Michaele Brüll: Nylon Superstructure, Galerie Crystal Ball

Interview von Konstantin Schneider (“Kunstkontakter”)

Michaele Bruell Nylon Superstructure Galerie Crystal Ball Berlin

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