Elke Graalfs: Kopfüber
19/05/2009
Eröffnung der Ausstellung am Fr. 19. Juni um 20 Uhr
20.06. – 11.07.
Finissage, Performance und großes Sommerfest
in der Kristallkugel: am Sa. 11. Juli ab 17 Uhr
Elke Graalfs: Weisses Klein
Elke Graalfs zeigt in der Galerie eine raumgreifende, wuchernde Installation, die auf Malerei beruht, dabei die Positionierung des Blickes als mediales Mittel der Wirkung hinzuzieht. Die Künstlerin verbindet in ihren Werken den malerischen Gestus mit dem der Zeichung, den Aufbau von konstitutioneller Realtität in Bezug auf die Zeit. Ihre Arbeiten lassen über den gezielten Einsatz eines farbräumlichen Gestus, die Konstruktion und Kreation von Geweben, Stofflichkeit und Oberflächen erkennen. In aktuellen Bildern treten diese über die Leinwand, den Bildträger hinaus und operieren manchmal mit der Collagetechnik. Die Basis selbst, das gerissene Papier erobert als potenzieller Bildträger und Malgrund den Raum. Die Arbeiten von Elke Graalfs untersuchen Funktionen visueller Wahrnehmung und zeigen unglaublich stark, den Moment; das Erkennen eines Image und dessen persönliche Konstruktion.
Zur Finissage, dem Sommerfest der Galerie, wird die Künstlerin erstmals ihre Performance “Schnee von Gestern” zeigen.
Max Müller: An Und Für Sich Wertlos
17/04/2009
Ausstellungseröffnung Fr. 17 April, 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 18. 04. – 22. 05. 2009
Finissage: 22. 05., 20 Uhr
Max Müller, geb. 1963 in Wolfsburg ist Autor, Musiker und Zeichner. Die Sujets seiner Handzeichnungen umfassen Portraits, populär- wie gesellschaftspolitische Szenen, Reproduktionen aus Magazinen, Zeitschriften und Zeitungen. In der Beziehung zu den Bildquellen entwickeln Müllers Arbeiten aber eine bewusste Differenzierung durch proportionale wie strukturelle Abweichungen seiner zeichnerischen Geste und den kommentierenden Titeln.
Die auf einfachen Papieren mit Kugelschreiber, Blei- und Buntstift ausgeführten Bilder arbeiten losgelöst und schwingen zwischen den Polen einer scheinbar beschreibbaren Wirklichkeit und deren Relation. Bilder und Texte entwickeln dabei eine relevante Beziehung. Sie arbeiten als ein sich unterstützendes kommentierendes Gegensatzpaar.
Bildteile der Darstellung sind bis zur Verzerrung verstärkt, anderes findet sich nur angedeutet. Ebenso steuert der kommentierende Titel durch Weglassung und Betonung die Aufnahme der Bilder. Er entwirft dabei eine hintergründige Spur mit dem bewussten Einsatz der Informationen.
Max Müller arbeitet in diesen unmerklichen Zwischenbereichen, dem entdeckten Widerspruch, einer nicht expliziten Wiedergabe die sich mit der Anwendung, dem Anzeigen von Deutungslücken und fehlender Information, sowie ihrer Überladung, ihrer eigenen Interpretation, der Wahrheit nähern.
Neben zahlreichen Band- und Soloprojekten ist Max Müller seit 1986 Texter und Sänger der bis heute aktiven Band „Mutter“. Aktuell zeigt er mit seinem Soloalbum: „Die Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie einmal war“ textliche und musikalische Brillanz.
Max Müller was born in 1963 in Wolfsburg, and is an author, musician and draughtsman. The subjects of his handmade drawings include portraits, popular and socially critically scenes; reproductions of magazines and newspapers. Compared to the sources of the images, Müllers works develop a difference through their proportional and structural deviation of his drawing gesture and the commentary titles. The colour- pencil and ball point pen worked sheets swing between the poles of describable reality and its relative aspect. Together the pictures and the text develop a relevant relationship. They work as a supporting polarized couple. Parts of the image are distorted, other parts are merely suggested. In this way the title commentary, omissions, and emphasis structure the reception of the picture. It creates an enigmatic trace of the conscious use of information. Max Müller is working in this slightly in between space, the discovered contradiction, an inexplicit covering which shows up gaps of interpretation, missing information or its overload, and their own apprehension that approaches the truth. Besides various band- and solo projects Max Müller has since 1986 been the songwriter and singer of the still active band “Mutter”. Actually he shows with his solo album: „Die Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie einmal war” brilliance in text and music.
Aylin Kayser & Christian Metzner: Ikarus
07/04/2009
07. 04. – 10. 04. 2009
Finissage: Lesung von Svealena Kutschke
Andere Öffnungszeiten: 7. bis 10. April: 20- 24 Uhr

Aylin Kayser & Christian Metzner: Ikarus
Aylin Kayser und Christian Metzner sind die Designer der Lampe Ikarus, welche schon mehrere Designpreise gewann, wie z.B. dem Design Contest 2008, in Imm. Zuletzt wurde IKARUS mit Unterstützung der Galerie Crystal Ball, im November 2008 im Fernsehmagazin „Chic“ einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Das Konzept von Ikarus geht über die Form und einer rein prakmatischen Funktion hinaus. Ikarus betritt über seine inhaltliche Vermittlung, sowie seine so konzipierte,eingebauten Defunktionalisierung, bewusst das Feld der bildenden Kunst.
Ikarus besteht aus 90% Paraffin, welches durch eine innen liegende Edelstahlkonstruktion und Stahldrahtseilen stabilisiert wird. Das Leuchtmittel im Inneren der Lampe entwickelt Wärme und bringt die Wachshülle zum Schmelzen. Der Lampenschirm unterliegt dabei einer ständigen Verformung, welche bei jedem Modell unterschiedlich verläuft und es zum Unikat erhebt. Das Wachs tropft schließlich ab und kreiert wiederum eine neue Skulptur. Das Schmelzen im Verformungsprozess ist dabei von der Betriebszeit und der Umgebungstemperatur abhängig.
Ikarus soll den Betrachter, laut der Künstler, auf poetische und metaphorische Weise anregen sich mit dem eigenen Umgang und Vebrauch von Energie auseinanderzusetzen. Die Wachslampe Ikarus demonstriert die Kurzlebigkeit unserer heutigen Produktwelt und zerstört sich in ihrer Funktion am Ende selbst. Mit dem Erwerb von IKARUS erhält man nicht nur ein Designobjekt, sondern auch einen Prozeß, der durch seine transformierende Gegenständlichkeit eine spannende und kontemplative Live- Performance darstellt.
Die Galerie Crystal Ball zeigt IKARUS in seiner Transformation vom 7. bis zum 10. April 2009
Lesung am Fr. 10. April um 22 Uhr.
In Zusammenarbeit mit dem Wallstein Verlag
“Ein Debüt von außergewöhnlicher Sprachkraft und Welthaltigkeit, das von Menschen erzählt, die ihr Glück jenseits der gängigen Spuren suchen.
Ist das Leben ein seltsames Höhlensystem?, fragt sich Lisa, als sie ihr Fotografiestudium abbricht, auf einen Brückenbogen klettert und die Kamera auf die Bahngleise wirft. Australien ist ihr gerade weit genug. Sie geht nach Sydney, wo sie bei Marc wohnt, dem fürsorglichen Ex-Freund ihres Bruders. Dort wirft sie sich zwischen die schillernden Nachtgestalten in der Oxford Street und fixiert allabendlich die sinkende Sonne wie einen Feind: Wer zuerst untergeht, hat verloren. Aber in ihrer Tasche liegen noch immer 6 Filmdosen mit Bildern von B im zerknautschten Kleid über den haarigen Beinen und mit dem Lippenstift auf den schiefen Zähnen.
Als wäre das nicht genug, findet sie auf der Straße ein einzelnes Foto, auf dem sie selbst in einer ihr vollkommen unbekannten Umgebung zu sehen ist. Sie macht sich auf die Suche nach diesem Ort, immer begleitet vom ironisch-philosophischen Fragenkatalog des Künstlerduos Fischli & Weiss.
So hangelt sie sich durch Merkwürdigkeiten ihres Alltags, entwirft lustvoll Erklärungen, staunt, dass alles immer anders kommt als gedacht. Ist mein Lügengebilde ein Meisterwerk an Innovation und Statik? Lisa lässt sich in ein seltsames Spiel verwickeln. Die Grenzen des Realen verschwimmen, und die Polaritäten der Geschlechterfestlegung sowieso.”
Das Buch ist in der Galerie erhältlich.




