topsy freerider!

Debut/Eröffnung am Fr. 8. Januar um 20 Uhr

plus de plus, animal performance

Topsy Freerider: 8.1. – 5.2.2010

Monofragil mit DJ Catastrophe : Fr. 15./ 22./ 29. Januar ab 20 Uhr

Fin/Christel Beuys Ball: Fr. 5 Feb. um 20 Uhr

Dj Olga N., Bruno& Gustaf, Seek Zag Lazer (Tyskerhar)

Lydia Karstadt creaturing Fritzie

Inszenierung:

Künstler der Galerien: Trans Tier Salon,

geöffnet: Freitag und Sonntag ab 15 Uhr

Neues aus der Schönleinstraße: Topsy Freerider verwandelt Crystal Ball ab Freitag. 8. Januar 2010 in einen offenen Salon für Queer, Trans und Tier. The Pudel never stops!

Ein illunminierter Wintertraum im Kunst-Wohnzimmer der Crystal-Bar mit Creature-Performances, heißer Suppe und Nähmaschinendeko. Schellack-Sounds von DJ Catastrophe und DJane Olga N. vom Kofferplattenspieler (Monofragil) wechseln mit Trans-Disko-Express. Lydia Karstadt, der neue Stern am Kluppimmel (sic!), mit ihrer insolventen Show „Creaturing Fritzie“ debutiert im Separee der Kreaturen.

Zum Christel-Beuys-Ball am 5. Februar gastieren Seek Zag Laser (Tyskerhar), Live-Elektro.

Während des Salons zeigen verzweiflte Künstler Berliner Galerien ihre Arbeiten.

Eröffnung am 12. Februar um 20 Uhr

12. Februar – 20. März 2010

In seinem Text “Über Deckerinnerungen”, von 1899, thematisiert Sigmund Freud, wie Erinnerungen durchlässig und in veränderter Form wiederaufgerufen werden können. Die Deckerinnerung gibt die temporäre Trennung zwischen dem Bewusstsein und dem erinnerten Objekt wieder. 1925 griff Freud bei “Notiz über den ‘Wunderblock’“ dieses Konzept wieder auf, wobei er vorschlägt, dass ein einfaches Spielzeug für Kinder vielleicht eine gute Metapher dafür darstellt, wie Erinnerungen in der Psyche wirken. Mit dem Anheben der transparenten obersten Folie, verschinden die Linien und eine neue Zeichnung ist möglich. Dennoch lässt der Druck der zeichnenden Hand Spuren zurück, welche auf einem Medium unter der durchscheinenden Oberfläche aufgenommen werden. Mit dem Bezug zu diesen Ideen wird die Ausstellung „In A Shadow Box“ den Galerie in eine Dunkelkammer verwandeln, welche die Ontologie der Zeichnung untersucht. Der Besucher ist eingeladen, an einem assoziativen Gedankenspiel teilzunehmen, welches die versteckten Strategien der Erinnerung fokussiert. Durch die Medien Folie und Glas entsteht ein bewegtes Archiv, welches Bilder und Zeichnungen durch Licht und Schatten auftauchen und verschwinden lässt. Auf den Wänden werden Bilder fluktuieren, als wären sie geistige Vorstellungen, die Schopenhauer als eine Art Erkenntnisprojektion beschrieb
und letztendlich als viel mehr flüchtige und vergängliche Erinnerungen in den Blick bringen.

In his 1899 text “Screen Memory,” Sigmund Freud considers how memories are permeable and can be recalled in an altered state. The screen memory refers to the temporal separation between the consciousness and the object of memory. In 1925, Freud revisits this concept in “A Note on the ‘Mystic Writing Pad,’” in which he suggests a common children’s toy might be a metaphor for the way that memories accumulate in the mind. With the lifting of the transparent top page, figures are erased, and new drawings can be made; however, the pressure of the writer’s hand leaves behind traces, recorded on a medium just beneath this diaphanous surface. With reference to these ideas, the exhibition “In a Shadow Box” will transform the gallery space into a dark room for exploring the ontology of drawing. Like a shifting archive of images, unique drawings will appear and dematerialize into shadow and light through the media of transparency and glass. The viewer is invited to take part in an associative thinking process about the latent strategies of remembrance. Images will fluctuate upon the wall as if those imaginings of the mind, which Schopenhauer once described as a kind of cognitive projection, can be rendered ever more fleeting and ephemeral.