Die Ausstellung ist wieder für Punblikum geöffnet. Sie können die Galerie nun wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten besuchen. Angesichts der Corona Pandemie haben wir außerdem ein 360 Grad Panorama mit einem Interview mit der Künstlerin veröffentlicht.

Gabriele Regiert, Plan B, ca. 320 x 350 cm, Installation/ Detail, 2020

Die Ausstellung von Gabriele Regiert ist ab Freitag den 8. Mai zu den gewohnten Öffnungszeiten für einzelne Besucher geöffnet.  Di., Do., Fr.: 14- 19 Uhr

Über die Sphäre können Sie zudem einen 360 ° Blick und ein Interview von Stefan Ruf mit der Künstlerin aufrufen.

https://storyspheres.com/scene/ih67xkPi?title=1

Gabriele Regiert zeigt in der Ausstellung Plan B, ihre gleichnamige Installation, ein großes Tableau aus zusammengefügten Zeichnungen und Leinwänden. Jede Arbeit, jede Zeichnung steht darin für sich, ihre eigene Präsenz fügt sich aber zugunsten einer Wirkung im Gesamten. Gabriele Regierts Zeichnungen sind Prozesse; Ihr Ablauf, teils eine Handarbeit die nichts will als ihr Tun, ist ihr Motiv. So entstehen über einen Umweg sehr freie, hoch ästhetische Blätter die nicht Kunst wollen und doch Kunst werden. In Plan B. sind die Blätter wie Handnotizen an- und teils übereinander aufgehängt, Bildteile verschwinden oder erscheinen ungesteuert zusammengebracht, gerade diese Strategie einer ungewöhnlichen, lapidaren Behandlung bringt die Emanation der Bilder effektiv hervor und ist als künstlerische Haltung exemplarisch für die Künstlerin. Gabriele Regiert zitiert und streift dabei visuelle Universalien wie vielleicht in diesem Fall; Zettelwände, Pinboards oder die aus Krimis bekannten Fall -Sammlungen schwingen in dieser Ästhetik mit. Das Zusammenspiel öffnet sich der Bedeutung- unerwarteten Assoziationen – es geht um den Moment. Die Künstlerin hält ihre Zeichnungen offen. Die Handhabung des Unfertigen, einer unbewußten Zeichenhandlung deren Linienführung immer auf dem Weg ist, deren Muster sich woanders suchen und eher dem Teefleck als einem konkreten Ziel verpflichtet sind, verstärken ihre gegenwärtige Präsenz. Die Installation ist in dieser Arbeitsweise immer temporär. Bei einer erneuten Hängung gliche die Präsentation eher einem Reenactment als einer präzisen Wiederholung.
Der Arbeitsprozess ist dynamisch, die künstlerischen Produkte nahezu performativ, lebendig in ihrem gestalterischen Zusammenhang nicht feststehend. Manches wäre sicher verschwunden, weil es weitergearbeitet oder in dem Fundus der Künstlerin erneut zu Material wurde. Diese Arbeitsweise ist sehr dem Leben verpflichtet, sie demokratisiert die Werke untereinander und arbeitet an einer neuen innovativen Haltung. Gabriele Regierts Werk birgt ein prozessuales, übergeordnetes Verständnis und zeigt damit Kunst ist unmittelbare Lebendigkeit.

Zur Ausstellung erscheint die Edition „Pret A Manger“, gerahmt, 18 x 12 x 5 cm, Auflage 15 , je 100,-

In the exhibition Plan B, Gabriele Regiert shows her installation of the same name, a large tableau of assembled drawings and canvases. Each work, and drawing stands on its own, but its own presence adds up to an overall effect. Gabriele Regiert’s drawings are processes; their sequence of events, her work that wants nothing but her actions, is her motif. In this way, very free, highly aesthetic sheets are created which do not want but become art. In Plan B., the sheets are hung on top of each other and partly on top of each other like emergency seats, parts of the picture disappear or appear to be brought together in an uncontrolled way. It is precisely this strategy of an unusual, succinct treatment that effectively produces the emanation of the pictures and is exemplary for the artist as an artistic attitude. Gabriele Regiert quotes and touches on visual universals such as in this case note boards, pinboards or the case collections known from crime novels – collections that resonate in this aesthetic. The interplay opens up to meaning – unexpected associations – it is about the moment. The artist keeps her drawings open. The handling of the unfinished, an unconscious drawing action whose lines are always on the way, whose patterns look for themselves elsewhere and are more committed to the tea stain than to a concrete goal, reinforce her present presence. The installation is always temporary in this way of working. When hung again, the presentation resembled a re-enactment rather than a precise repetition.
The working process is dynamic, the artistic products almost performative, lively in their creative context, not fixed. Some would certainly have disappeared because they continued working or became material again in the artist’s fund. This way of working is very committed to life, it democratizes the works among themselves and works on a new innovative attitude. Gabriele Regiert’s work contains a processual, superordinate understanding and thus shows that art is immediate liveliness.
On the occasion of the exhibition the edition „Pret A Manger“, framed, 18 x 12 x 5 cm, edition of 15, each 100,-

Vernissage am Sa. 8. Februar um 19 Uhr

verlängert bis Sa. 14. März

Achtung! Die Finissage, am 14. März entfällt aufgrund der Pandemie

Pia E. van Nuland, Main Street,
-SLC- USA, 120 x 160 cm, mehrfarbiger Linoldruck auf Leinwand, 2020

Im Februar und März zeigt die Galerie neue Arbeiten von Pia E. van Nuland die sie teils während ihres Auslandsstipendium in Salt Lake City in den USA realisiert hat. Pia E. van Nulands Linoldrucke erweitern meisterhaft die druckgrafischen Grenzen des Mediums. Die Künstlerin arbeitet dabei gern mit besonderen Farben und Farbmischungen, um spezielle, opake und malerische Effekte zu erzielen. Größenformate, Konzeption und Sensibiltät des Schnittes, gehen in den Drucken weit über illustrative Attribute hinaus. Die Motivik, der Bildausschnitt, die Farbwahl sind in Van Nulands Arbeiten in einer hohen Virtuosität vereint, sodass die Künstlerin eine Sonderstellung einnehmen kann. Pia E. van Nuland arbeitet häufig in thematischen Serien, mit mehrfarbigen Großformaten, deren Einzel-Bilder in Qualität und Ausdruckskraft einzigartig sind. Die Ausstellung zeigt erstmalig in Berlin, eine Übersicht und mehrfarbige Linoldrucke auf Leinwand.

Vernissage am Sa. 7. Dezember um 19 Uhr

Di.,Do.,Fr.: 14-19 Uhr und gerne nach Vereinbarung! Tel:030 60052828

bis So. 22. Dezember 2019

Jim Avignon, der regelmäßig am jährlichen Crystal Ball: „Fuck Your Selfie“- Portraitsalon- Festival teilnimmt, zeigt im Dezember 2019 sein außergewöhnliches Porträtprojekt: „Your Portrait Here!“ Der Künstler eröffnet eine Ausstellung mit unvollendeten Bildern, in der die Zuschauer automatisch eine immanente Rolle einnehmen, da sie sich in die Bilder hineinmalen lassen können. Eine interaktive Kunstausstellung, die erst am Ende durch die Zusammenstellung der Porträtmodelle mit ihrer Kulisse, ihrem Hintergrund, abgeschlossen wird. Jim Avignon wird Crystal Ball in dieser Zeit auch als Atelier nutzen, um die Leerstellen auszumalen und die Portaitserie zu entwickeln. Jim Avignons künstlerische Arbeit ist gegenüber elitären, hochpreisigen Positionen erfrischend oppositionell. Seine Arbeitsweise orientiert sich stärker am Leben und ist den Menschen und Rezipienten zugewand. In über zwei Dekaden hat Jim Avignon bereits unermüdlich als eine Art gesellschaftliches Reflexiv in seinem Kunst- und Musik- Ouevre, Kritik humorvoll und stilsicher abgebildet. Im Kunstforum Band 262, Borderlines /2019 fällt Jims Vergleich zu Charlie Chaplin auf. Das Aufmerken, der Wichtigkeit einer solchen Position scheint dort, gleichzeitig mit ihrer Brisanz des Sozialen in unserer hierarchisierten Hochkultur angekommen zu sein. https://www.kunstforum.de/artikel/jim-avignon/

Jim Avignon, who regularly attends the legendary, yearly „Fuck Your Selfie“ Crystal Ball Portraitsalon Festival, will be showing his extraordinary portrait project in December 2019: „Your Portrait Here!“. The artist opens an exhibition with unfinished pictures, in which the audience automatically assumes an immanent role, as they can be painted into the pictures. An interactive art exhibition that only ends with the composition of the portrait models with their backdrop, landscape or background. Jim Avignon will also use Crystal Ball as a studio during this period to fill in the blanks and develop the portrait series. Jim Avignon’s artistic work is refreshingly oppositional to elitist, high priced positions. His way of working is more oriented towards life and is dedicated to the people and recipients. In more than two decades, Jim Avignon has tirelessly, humorously depict critique as a kind of social reflexive in his art and music ouevre. In the Art Forum, volume 262, Borderlines from 2019, Jims comparison to Charlie Chaplin stands out. The note, the importance of such a position, seems to have arrived at the same time as the explosiveness of its social in our hierarchical high culture.

Your Portrait Here! Das Portraitstudio am Abend, Installation, Jim Avignon/ Lydia Karstadt

Eröffnung Freitag, 11. Oktober um 19 Uhr

verlängert bis 2. November, mit Finissage um 20 Uhr

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Oliver Voigt, New York #1, Tusche auf Papier, 2018

Oliver Voigt, New York #1, Tusche auf Papier, 2018

Oliver Voigt vertritt eine ebenso freie, wie moderne künstlerische Position. Er arbeitet in verschiedenen Sparten und macht sich frei von einem immer gleichen, künstlerischen Gestus. Mit hoher Konzentration begibt er sich in thematische Felder, erarbeitet oft erst die dazu nötigen Produktionstechniken und Strategien im jeweiligen Medium.

Für „Mind the Gap“ hat der Künstler nun eine ästhetische Methodik entwickelt, die die Tonwerte der zitierten Bilder in Zahlen umschreibt, welche dann übertragen und mit Tusche auf Papier umgesetzt werden. Die Basis der Bilder sind Nachrichtenfotos, Fotografien der Opfer von Anschlägen und Terror. Verstörende Bilder, deren Inhalt, ihre innewohnende brutale Gewalt und Verachtung wir kaum noch im Stande sind auszuhalten.

So ist Oliver Voigt davon überzeugt, das wir in unserem gesellschaftlichen Kontext häufig schon unbewußt an einer Distanzierung zu bestimmten Bildern und Nachrichten arbeiten und die Bilder nicht mehr genau „sehen“. Ihm geht es aber um eine persönliche, wie bildliche Annäherung. Indem er die Bilder analytisch zerlegt, sie zu sich heranholt und in ein Mosaik wandelt, kann er sich Ihnen nähern. Das Interessante an dieser analytisch, technischen Herangehensweise des Künstlers ist, das er genau diese enstandene Lücke, das Unfassbare wieder herstellt und sichtbar macht.

Oliver Voigt represents an equally free and modern artistic position. He works in different fields and frees himself from an always same artistic gesture. He works on thematic fields with high concentration, often developing the necessary production techniques and strategies in the respective medium.
For „Mind the Gap“, the artist has now developed an aesthetic methodology that circumscribes the tonal values ​​of the quoted images in numbers, which are then transferred with ink on paper. The basis of the pictures are newspaper photos, photographs of the victims of attacks and terror. Disturbing images, their content, their inherent brutal violence and contempt we are barely able to endure.

In this way, Oliver Voigt is convinced that in our social context we often already unconsciously work on distancing ourselves from certain pictures and messages and no longer „see“ the images exactly. But it is about a personal, as pictorial approach. By analyzing the pictures analytically, getting them to himself and turning them into a mosaic, he can approach them. The interesting thing about this analytical, technical work of the artist is that he recreates exactly this created gap, the incomprehensible and makes it visible.

Vernissage am Sa. 7. September um 20 Uhr

bis Fr. 20 September

Der niederländische Maler Hiske Hilgenga hat ein besonderes Faible für Turnschuhe. Sie besitzen für ihn ebenso hohe ästhetische wie erotische Anziehungskraft. So hat er in seiner Kunst einen Weg gefunden, sein Interesse in eine Malerei zu übersetzen, die dem Komplex dieser Vorliebe gerecht wird. Hyske Hilgenans Arbeiten zeichnen sich durch einen rauhen, pastosen, geradezu schmucklosen Malstil aus.

Die flächigen, unprätentiösen Bilder scheinen es allein der Farbe zu überlassen, das Motiv zu konstruieren. Sie zeugen von einer hohen Materialverliebtheit, die dabei die schwierigen Grenzen, zwischen Abstraktion und Bildhaftigkeit, Material und Effekt mühelos und unbeachtet überwinden.

Hyske Hilgengas plakativen Turnschuhe haben eine ebenso leichte, wie ironische Aura. Sie fügen unserer überfüllten Warenwelt keinen weiteren Plastikmüll hinzu, für ihr Debüt muß niemand die Nacht vor einem Laden verbringen.

Nein, sie spiegeln ihre zitierte Subjekt-Objekt Beziehung ganz einfach und spielerisch in die der Kunst. Man kann in dieser Strategie, auch einen subversiven Kommentar zum toxischen Hochkapitalismus lesen.

Lydia Karstadt

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Hiske Hilgegna, Sneaker Art, 2019

Bicycletta Disko Service
Bicycletta Disko Service, klimaneutral tanzen in der Galerie Crystal Ball, 2019

Am 17. August debütiert eine neuartige Diskoerfindung die zuletzt in der Eloi&Morlock Performance von Manfred Kirschner und Oliver Voigt eine Preview feierte in der Kristallkugel, (Crystal Ball). Ab 19 Uhr lädt Lydia Karstadt zum Sommerfest und klimaneutralem Tanzen mit dem Bicycletta Disko Service, der Weltneuheit im Diskothekbetrieb. Ein Mensch fährt Rad und die Anderen können Musik hören und tanzen. Die Erfinder, das Ersatzschrankorchester aus Berlin Frohnau freuen sich bei dieser Kunstaktion über zahlreiche Diskjockeys und tanzendes Publikum!

Sie sind eingeladen!

Vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2019, jeweils von 14 bis 19 Uhr

Das legendäre Portraitsalon Festival in diesem Jahr zum 5ten Mal !

Berliner Künstler*innen Stars portraitieren Sie in Dichtung, Malerei, Zeichnung, Objekt, Gesang, Tanz und Performance!

Mit: Jim Avignon, Herve Cabin, Francoise Cactus, Betty Diggler, Gina Dorio, Natascha Frioud, Gabi Garland, Maike Hartwig, Mareike Hube, Carola Humbodt, Elke Graalfs, Miriam Licia Jadischke, Lydia Karstadt, Manfred Kirschner, Andreas Kotulla, Eike Lauen, Rudi Paris, Caren Sielaff, Gabriele Regiert, Rias, Veronika Schumacher, Berit Schneider, Heike Walter, Oliver Voigt, Gisela Wrede und weiteren!

Vielleicht absurd anzunehmen, daß eine klassische Portraitsituation, indem ein Modell, in diesem Fall der Besucher in eine direkte Beziehung zu einem/r Künstler*in tritt, so besonders sei, das sie dies zur Kunst adle. In unserer Zeit, die auch von Populismus, Verbreitung unüberprüfter Subjektiven und einem nervtötenden ÜberIndividualismus, geprägt wird, erklärt sich jedoch das klassische, lebensechte Gespräch, der kommunikative Akt zwischenmenschlicher Wahrnehmung, Spiegelung und Darstellung zur Avantgarde. An fünf aufeinander folgenden Tagen portratieren die jeweils anwesenden Künstler, die Besucher der Galerie. Die kommunikative Arbeitsatmosphäre wird von Performances und Musikbeiträgen begleitet, währenddessen eine neue Portraitausstellung wächst. Die Teilnahme dafür, ist auch noch während des Festivals offen. Wir freuen uns auf die fünfte Ausgabe des Salons!

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Fuck Your Selfie Numero Cinque, Lydia Karstadt, 2019

Fuck Your Selfie Numero Cinque, Lydia Karstadt, 2019