Vernissage mit Performance der Künstler am Fr. 17. April um 19 Uhr

Mare Liberum- Tom Gefken und Rainer Weber- Galerie Crystal Ball Berlin

Mare Liberum, Tom Gefken und Rainer Weber, Foto: Jens Weyers

Die beiden Bremer Künstler thematisieren mit Mare Liberum, dem aus dem 17ten Jahrhundert stammenden Grundsatz für die freiheitliche Nutzung der Weltmeere auch ihren persönlichen künstlerischen Freiheitssinn als Metapher. In heutiger Zeit stehen nun selbst die großen unbezwingbaren Meere, wenngleich zuerst auf kartografischer Ebene vor der Zerteilung und Gliederung in Zonen von Besitztum und Reglements. Wie steht es da mit der künstlerischen Freiheit in einer Zeit der nachgegenwärtigen Kunst? Beide Künstler des Ausstellungsduos beziehen sich unterschiedlich und eröffnen aber ein Zusammenspiel. Tom Gefkens spielerische  Arbeiten kombinieren kunstgeschichtliche Zitate mit bestimmten Präsentationsformen und Materialien zu assoziativen Bildobjekten. Die oft mit Frauenakten bemalten Bildträger sind Fragmente, aus geborstenen Holztransportkisten. Das Bild scheint bei Gefken schon Schiffbruch erlitten zu haben und der “contemporary accident” ist anschaulich, gleich einer evolutionären Reliquie, hinter Glas bewahrt. Rainer Weber arbeitet in seinen Plastiken mit einer fundamentalen Gleichsetzung der Materialien und dem motivischen Ziel einer zweckfreien Form. Fundstücke wie Folien, Armierungen und Bauabfälle aus Zement, Metall und Plastik betoniert und verabeitet Weber zusammen und synthetisiert damit unvernüftige Objekte. Die Arbeiten haben eine Ausstrahlung von Autonomie und Leichtigkeit, die sich in ihrer antifunktionalen Strategie begründet. In Mare Liberum erscheint eine freiheitliche Aura der Kunst nach dem “Unfall der Gegenwart”.Zur Eröffnung der Ausstellung werden die Künstler den Besuchern auf Wunsch exklusive Kugelschreiber Tätowierungen anfertigen.

The two artists from Bremen thematise with Mare Liberum, a principle originally from the 17th century, for the free use of the oceans also their personal artistic sense of freedom as a metaphor. In modern times, even the great indomitable seas, although at first on a cartographic level, are put to fragmentation and division into zones of possession and regulations. How does it stand there with the artistic freedom in a time of so-called past contemporary art? Both artists of the exhibition duo refer to it differently but open an interaction. Tom Gefkens playful works combine art historical quotes with certain forms of presentation and materials to associatively image objects. The often painted images, with wellknown female nudes, are fragments of shattered wooden crates. The pictures of the exhibtion seems to have been shipwrecked already in Gefken work and the “contemporary accident” is clearly obvious like an evolutionary relict preserved behind glass. Rainer Weber works in his sculptures with a fundamental equation of the materials and the motivic goal of a purposeless form. Concrete artifacts such as films, reinforcement and construction waste as cement, metal and plastic are put in together and Weber synthesizes unreasonable objects. The work has an aura of autonomy and ease that is based in their anti-functional strategy. In Mare Liberum a liberal aura of art after the “accident of the contemporary” appears.
At the opening of the exhibition, the artists will customize the visitors on request exclusive ballpoint pen tattoos.

 

Vernissage am Fr. den 13. März um 19 Uhr, Zur Ausstellung erscheint der Otto Trölsch Katalog

bis 11. April 2015

Tamara Trölsch Galerie Crystal Ball BerlinTamara Trölschs außerordentliches Projekt “Otto 2000″ (work in progress) ist die Basis Ihrer ersten Ausstellung bei Crystal Ball. Über Jahre arbeitete Trölsch an Zeichnungen die den bekannten Otto Katalog des Jahres 2000 kopieren. Die Künstlerin übertrug bisher hunderte von Katalogseiten in sensible, schwarz-weiße, feine Strichzeichnungen. Von den 90ger Jahren an sind wir durch den wachsenden Einfluß des Internet einem starken Wandel ausgesetzt. So ist auch die Menge an Katalog-Druckwerken stark eingebrochen. Trölsch Werk ist einerseits ein Dokument der näheren Vergangenheit, wie auch ein gesellschaftliches Tableaux im Moment des Wandels. Dieses zeigt sich facettenreich durch Mode, Formen, Dessins, photografischen Stil, Design und der Auswahl der angebotenen Waren und lancierten Bedürfnisse. Zur Ausstellung erscheint in erster Edition, der handgemachte “Otto Trölsch Katalog” mit bisher gezeichneten wie noch freien Katalogseiten. Neben der Otto-Trölsch-Installation und einer exklusiven Serie von Zeichnungen bietet die Ausstellung in der Küche der Galerie einen Einblick in das weitere farbenreiche Oeuvre der Künstlerin Tamara Trösch.

Tamara Trölsch’s fabulous work in progress – project “Otto 2000″ is the basis for her installation at Crystal Ball. Over years Trölsch was working on drawings that copied the well known german “Otto catalogue” dating from the year 2000. The artist transformed hundreds of Otto catalogue sides into delicate handmade, fine lined, black and white drawings. From the 90’s on, we’ve experienced a profound change. With the rise of the internet, also the amount of mail order catalogues has decreased.  So, Trölsch’s project is on the one hand, a document of the recent past,  as well as an amazing historic tableaux of society in the midst of change.  This is represented, variously, through fashion, patterns, forms, photographic style, designs, as well as the range and selection of goods and offered needs. For the opening, Trölsch’s project (to  make a complete copy of the thousand page catalogue) has been,  temporarily put on hold  and a mixed copy, bringing together: blank, imaginary and not yet drawn pages, with drawn pages will be published. This new origin, will be the first edition, the handmade Otto Trölsch Catalogue. In addition to the installation and the exclusive series of Otto drawings, the exhibition also offers intimate insight into the oeuvre of the artist Tamara Trölsch in the gallery kitchen.

Tamara Trölsch Otto 2000 Galerie Crystal Ball BerlinTamara Trölsch Otto 2000 Galerie Crystal Ball BerlinTamara Trölsch Otto 2000 Galerie Crystal Ball Berlin

Freitag, 27. Februar ab 18 Uhr

Record Release Happening mit Mireille & Matthieu und Lobotomy, Matthias Wyder, Fearless Bob, Shorthand for Distance, Robert Angst, Ronald Gonko & Nora Below, Kirsty Kross & Koala Klamydia in Kooperation mit Analogcut Records Berlin

Mireille & Matthieu Analog Cut PerformanceFor this happening the artsong Duo Mireille & Matthieu are heading the evening with the release of their first live recorded 7 inch. Marco Pellegrino (Rome) from Analogcut Records is recording and directly cutting a record from the live set. Other bands and artists joining the happening and will play and record live and the audience will be able to get a copy of a unique designed vinyl single of their favourite artist or even directly contribute to a record.

 Das Kunstlied Duo Mireille & Matthieu  eröffnen den Abend mit ihrer Record Release, ihrer ersten live hergestellten Vinyl-Single. Marco Pellegrini (Rom) von Analogcut Records schneidet in Echtzeit eine Vinyl Schallplatte der Live- Performance. Weitere Bands und Künstler (die noch in der Einladung angekündigt werden) nehmen am Happening teil und dem Publikum ist es möglich eine individuell gestaltete Schallplatte ihrer Wahl zu erstehen oder auch direkt an der Aufnahme mitzuwirken.

Crystal Ball, Tel: 030 60052828 or  E-Mail: berlin@galeriecrystalball.demarcoklein1Analog Cut Performances Galerie Crystal Ball Analog Cut Performances Galerie Crystal Ball

Die Kollektion, Performance am 10. Januar um 19 Uhr

Die Kollektion Jesusboutique Galerie Crystal Ball Berlin Manfred Kirschner

 

 

 

 

 Die Kollektion, Jesusboutique, Berlin, Januar 2015

On the 10th of january Jesusboutique is presenting a fashion performance for visual art at Crystal Ball.

Sieben Jahre Crystal Ball – Künstler der Galerien – in der unterirdischen Galerie

Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 17. Oktober um 20 Uhr, Performances von Lydia Karstadt, Matthias Wyderunterirdisch

silverdiscotheque Performance Programming & Food, bis 28. November nur freitags von 19 bis 24 Uhr

Fr.24.10. Shellak Discotheque mit Brezel Göring und Francoise Cactus, Mireille & Matthieu: öffentliche Probe für P.I.B.

Fr.31.10. Trio Surprise, Performance und Kartoffelsuppe

Fr. 7. 11. -fällt aus- (Bahnstreik)

Fr. 14.11. Patricia Lippert: Die ewige Wiederkehr der Karotte, Vortrag und Künstlergespräch,

Unterirdische Performance/ Lydia Karstadt

Fr. 21.11. Senor Depressivo, das November & DJ Catastrophé & essbare Gedichte von M. Kirschner

Sa. 10.1.2015  Jesusboutique/ future art fashion performance

Brezel Görings Shellack Discotheque Galerie Crystal Ball Berlin

Brezel Görings Shellack Discotheque in der unterirdischen Galerie Crystal Ball

In Anlehnung an den gleichnamigen Zukunftsroman zeigt Crystal Ball im Oktober „die unterirdische Galerie“. Manfred Kirschner, bildender Künstler und Direktor von Crystal Ball kuratiert in der Jubiläumsausstellung, dem 7. Jahr der Galerie, einen futuristischen Ausstellungssalon mit vielen Künstlern aus Berlin, Bremen, Basel und Sao Paulo. In der Inszenierung sollen die Zukunft der Kunst und ihrer Produktion fokussiert werden. Dabei geht Crystal Ball, wie die Science Fiction, davon aus, Spuren und Tendenzen der zukünftigen Kunstproduktion schon im Jetzt zu entdecken und daraus Vorstellungen und Kreationen der Zukunft zu entwerfen. Die beteiligten Künstler sind dazu eingeladen Visionen, Texte, Bilder und Objekte zu entwickeln, wie ein Werk und/oder seine Produktionsbedingungen in der Zukunft aussehen könnten. Die Galerie wird dafür in einen silbernen futuristischen Salon transformiert, der jeweils nur freitags, zur Silver Discotheque; Veranstaltungen, Lesungen, Performances und Künstlergespräche anbietet.

Mit Ioana Alexe, Jim Avignon, Françoise Cactus, Stefan Demming, Brezel Göring, Stephanie Hanna, Mareike Hube, Henrik Jacob, Lydia Karstadt, Karen Koltermann, Werner Kuhrmann, Jonathan Kroll, Patricia Lippert, Isolde Loock, Martin Löhr, Matthias Mayer, Stu Mead, Claudia Medeiros, Martin Mindermann, Pataphysisches Institut Basel, Veronika Schumacher, Frank Schoppmeier, Annette Stemmann, Zoe Thorne, Silke Thoss, Elisabeth Wischeropp, Matthias Wyder und weiteren Künstlern.

 

Taking its title from the science fiction novel of the same name, Crystal Ball presents in october, “the subterranean gallery.” For its seventh anniversary, Manfred Kirschner, visual artist and gallery director of Crystal Ball has curated a futuristic salon. Bringing together artists from Berlin, Bremen, Basel and Sao Paulo. The exhibition is focused on the future of art and its production. As in Science Fiction, Crystal Ball speculates on the future forms of artistic creation through actual tendencies. The participating artists are invited to propose a vision through text, pictures and objects of a work of art, or its future conditions of production. The gallery space will be transformed into a silver futuristic salon wich only opens on friday, becomes the Silver Discotheque, hosting events, readings, performances and artist talks.

With Ioana Alexe, Jim Avignon, Françoise Cactus, Stefan Demming, Brezel Göring, Stephanie Hanna, Mareike Hube, Henrik Jacob, Lydia Karstadt, Karen Koltermann, Werner Kuhrmann, Jonathan Kroll, Patricia Lippert, Isolde Loock, Martin Löhr, Matthias Mayer, Stu Mead, Claudia Medeiros, Martin Mindermann, Pataphysisches Institut Basel, Veronika Schumacher, Frank Schoppmeier, Annette Stemmann, Zoe Thorne, Silke Thoss, Elisabeth Wischeropp, Matthias Wyder and other artists.

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Anna Müllers Faden

19/09/2014

Installation und Performance, kuratiert von Monika Müller Kroll & Manfred Kirschner

Eröffnung mit Performance am Fr. 19. September um 19 Uhr

bis 11.10.2014 Finissage mit Performance um 19 Uhr

gruppenbild2Die Ausstellung widmet sich dem Werk und den Handarbeiten von Anna Müller, die von 1980 bis zum Jahr 2000, lange bevor Begriffe wie “upcycling” benutzt wurden, weggeworfenes “überflüssiges” Fadenmaterial einer Textilfabrik zu Wolle versponnen und daraus diverse geheimnisvolle Objekte gehäkelt hat. In der Präsentation werden auch ein grundsätzliches Verhältnis einer Generation sowie die Wertschätzung und Wiederverwertung von Materialien deutlich, die in Ihrer Konsequenz heutige Öko-Trends relativieren. Die Präsentation zeigt exemplarisch Werke aus verschiedenen Zeiten in einer audiovisuellen Installation. Anna Müller wurde 1910 im ländlichen Franken geboren, wo sie ihr ganzes Leben, nahe der Lukas

Cranach-Stadt Kronach, verbracht hat. Sie starb im Jahr 2006. Ihr Erbe, Hunderte von gehäkelten Decken wurden jahrelang aufbewahrt und verpflichten nun Monika Müller Kroll, den Faden der Großmutter wiederaufzunehmen und exemplarisch einzelne neue Arbeiten aus der Hinterlassenschaft zu formen. Anna Müller wäre überrascht und doch glücklick was Ihre Enkelin kreiert; das ihr Werk nun benutzt, gesehen und wertgeschätzt wird.

The exhibition is dedicated to the work and the craft of Anna Müller. Long before terms like “up-cycling” came into use, Anna Müller was working with discarded “superfluous” thread material from a textile factory, weaving it together to crochet various mysterious objects. Monika Müller Kroll, the granddaughter of Anna Müller, wants to present and preserve the wealth of her work. Work, which also shows a fundamental post-war attitude, in which the appreciation, use, and recycling of materials is very evident. This consistency of thought puts into perspective the claims and attitudes of today’s eco-trends. The exhibition, presented in the form of an audio-visual installation, focuses on pieces created between 1980 and 2000. Anna Müller was born in 1910 in rural Franconia, where she lived all her life, near the Lucas-Cranach-Stadt, Kronach. She died in 2006. Her legacy, hundreds of crochet rugs and blankets, stored away for many years compelled Monika Müller-Kroll to pick up Anna Müller’s thread, creating several exemplary new pieces from the work she has left behind. And while Anna Müller might be surprised what her granddaughter has done with her craft, she would be happy to know that her work is appreciated, seen and used.

 Anna Muellers Faden
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Anna Müllers Faden Galerie Crystal Ball Berlin  Ulli2jpg klaraimgAnna Müllers Faden Galerie Crystal Ball Berlin Anna Müllers Faden Galerie Crystal Ball BerlinAnna Müllers Faden Galerie Crystal Ball Berlin

Malerei/ Installation

Vernissage am Fr. 1. August, 19 – 23 Uhr, bis Fr. 29 August 2014

Weiß Ich Barbara Wagner Galerie Crystal Ball Berlin

 

 

 

 

 

 

Barbara Wagners exhibition concept combines a series of paintings and collages effectively incorporating the complete gallery space. The different meanings of the title “weiß ich” points out the relation between the subject, the ego to the colouring of the object world. Therefore the artist will neutralize the colours of the room and work with the white of the walls, the ceiling and the floor wich she will cover. The space itself will be a medium for sensitive put gestures, materials and coloureffects of her paintings, as to support a calm perception of the viewers. So the two main sides of the oeuvre, conceptual and intuitive strategies of Barbara Wagners peculiar work are present in her installation.

Barbara Wagners Ausstellung bringt eine Werkreihe von Malerei und Collagen in einer Rauminstallation zusammen. Die Doppeldeutigkeit des Ausstellungstitels spielt auf die Beziehung des Subjekts, des Ichs zu seiner Objektwelt, der Farbwelt an. Dafür neutralisiert die Künstlerin die Farben des Raumes und benutzt das Weiß der Wände, der Decke und des Fußbodens, den sie verhüllt. Der Raum wird stärker Medium für sensibel gesetzte Gesten, Materialien und Farbwirkungen ihrer Malerei und unterstützt ebenso eine ruhige Wahrnehmung beim Betrachter. Die Installation beinhaltet die zwei wichtigen Aspekte des außergewöhnlichen Werkes von Barbara Wagner, ihre konzeptuelle und intuitive Arbeitsweise sind präsent.

Barbara Wagner Neun Objekte Galerie Crystal Ball

Barbara Wagner, Neun Objekte

barbarasraum

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