Eröffnung am Sa. 1. Dezember um 19 Uhr

mit einer Performance von Evita Emersleben

mit: Jim Avignon, Thomas Behling, Marion Bösen, Francoise Cactus, Evita Emersleben, Natascha Frioud, Gabi Garland, Elke Graalfs, Christian Haake, Maike Hartwig, Mareike Hube, Henrik Jacob, Lydia Karstadt, Line Skywalker Karlström, Phoebe Killdear & Ole Wulfers, Kornelia Kirschner-Liss, Andreas Kotulla, Ilse Orinska, Maggie Rapuano, Rudi Paris, Gabriele Regiert, Stefan Ruf, Berit Schneider, Frank Schoppmeier, Veronika Schumacher, Caren Sielaff, Annette Stemmann, Silke Thoss, steffi Stangl, Tamara Trölsch, Line Wasner, Oliver Voigt, Gisela Wrede und weitere

Crystal Ball Supermarché

„The miracle of shopping is possible every day!“ – Lydia Karstadt.                                       Noch ein Supermarkt! Jede Straßenecke braucht einen Supermarkt. In Berlin hat soeben die neuste Shoppingmall an der Eastside Gallery eröffnet. Das 69gste Einkaufscenter allein in Berlin. Nach den aufbereiteten Mauerresten hat man doch vielleicht Lust auf einen neuen Pulli im staubfreien Tempel.

In unserer sorglosen Spähre, einer Welt mit retrograder Amnesie scheint alles immer verfügbar und käuflich. Diese Welt kennt keine Probleme oder gar Mangel. Hier braucht man keine Gärten, kein Talent und kein Wissen, denn sie mutiert zum personellen Drohnen-Schlaraffia. In dieser Welt gibt es keinen Klimawandel, keine Vielfalt, kein Artensterben, keine Andersartigkeit. Alle möchten freiwillig das Gleiche. Eine Vorzugswelt eines zerstörerischen Kapitalismus, die mit uns endet, denn es geht nicht mehr darum, etwas Gutes zu hinterlassen. In welchem Maß können wir uns überhaupt noch aus diesem Trauma bewegen? Gibt es die Möglichkeit der Umkehr? Oder handelt es sich hier nur um ausgeprägten Kulturpessimismus ?

Im Crystal Ball Supermarché präsentiert die Galerie bis Januar, eine mit der Zeit bunt wachsende Auswahl an künstlerischen „Produkten“ von Künstlern, die dazu vielfältige, kritische Kunstauffassungen zeigen. Beispielhaft vertritt die Künstlerin Evita Emersleben die Fleisch und Wurstwarenabteilung. Mit Ihren performativen Aktionen von 2017, „Geschnitten oder im Stück“ zeigt sie vollendete Höflichkeit. Der Käufer wird hier beim Kauf vorher gefragt, ob er das Werk in Stücken oder geschnitten haben möchte.

Wie im letzten Jahr ist auch die wunderbar, köstliche SUPEROLIVE dabei! Mit ihrer stetig wachsenden Olivenöl- Community, die die sinnfällige Verbindung von Kunst und Leben, Kultur und  Ernährung als Avantgarde begreift. Im Supermarché finden sich viele weitere serielle Unikate und Kunstwerke die eine kritische, perspektivische, selbstbewußte Auffassung tragen und den Wintersalon 2018 eröffnen.

Another supermarket! Every street corner needs a supermarket. In Berlin, the newest shopping mall at the Eastside Gallery has just opened. The 69th shopping center in Berlin alone. After seeing the processed remnants of the Berlin Wall you might want a new sweater in the dust-free temple.

In our carefree sphere, a world of retrograde amnesia, everything seems always available and for sale. This world knows no problems or even shortages. Here you need no gardens, no talent or knowledge, because it mutates to a personal drone Schlaraffia. In this world, there is no climate change, no diversity, no species extinction, no otherness. Everyone wants the same. A privileged world of destructive capitalism that ends with us, because it is no longer about leaving something good. To what extent can we still move out of this trauma? Is there a possibility of change? Or is this just a pronounced cultural pessimism?
Until January, Crystal Ball Supermarché presents a colorful growing selection of artistic „products“ by artists, which all show diverse critical statements.
As an example, the artist Evita Emersleben represents the butchery. With her performative actions from 2017, „Cut or in a Piece“, she shows consummate courtesy.
The buyer is asked here before buying, if he wants to have the work whole or cut in pieces.

Like last year, the wonderful, delicious SUPEROLIVE is included! With its ever-growing olive oil community, which sees the obvious connection between art and life, culture and nutrition as avant-garde. In the Supermarché there are many other unique pieces and works of art that carry a critical, perspective, self-confident view and open the performative Winter Salon 2018

Geschnitten oder im Stück - Evita Emersleben

Geschnitten oder im Stück, Evita Emersleben, 2017 © Künstlerhäuser Worpswede /Foto: Stefan Ringeling

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BEI ANRUF HÖRSPIEL ! Der Club der Vorleser !

Rufen Sie uns an wir lesen! Telefon: 030 600 52 828

Am Sonntag, den 14. Oktober von 20 – 23 Uhr

Bei Anruf Hörspiel - Der Club der Vorleser

Bei Anruf Hörspiel – Der Club der Vorleser zu Gast in der Galerie Crystal Ball – Dominique Wolf und Manfred Kirschner bei der Arbeit

Der Club der Vorleser gastiert in der Galerie Crystal Ball.
Unsere Vorleser sind u.a. Anthony Arndt / Adrian Zwicker/ Elsa Loy/ Björn von der Wellen/ Doreen Fietz/ Michael Simon de Normier/ Christoph Drobig / Sebastian Anton/ Lydia Karstadt/ Dominique Wolf
Keine Automaten, Anrufwarteschleifen, Telerobots, Voicemails, Twitteracounts und Anrufbeantworter in denen wir uns verheddern. Die alte wunderbare Kommunikationsform des Vorlesens wird durch den Club zelebriert und gefeiert!
Der Club der Vorleser verfügt über zehn aktive Mitglieder, die aus den Bereichen Schauspiel, Musik, Malerei und alternativen künstlerischen Bereichen kommen. Wir expandieren und jeder der Lust zum Lesen hat, kann ein aktives Mitglied werden. Ihr könnt dieses Mal auch live dabei sein und das ruhige Spektakel mit erleben oder auch selbst vorlesen.
Denn in der Oktoberedition des Clubs der Vorleser in der Galerie Crystal Ball gibt es Einlasspausen mit Zwischenmusik und einen singenden Barmann. „Bei Anruf Hörspiel“ besitzt derzeit eine aktive anwählbare Telefonnummer, die nur während des Abends angerufen werden kann. Wir haben ein umfangreiches Potpourri mit musikalischer Untermalung. Wir lesen Lyrik, Zeitungsberichte, Bloggs, Nachrichten, Posts, Erstlinge sowie alles was uns bewegt. Die heutige Zeit in einem Werk.

Noch ein unabdingbarer HINWEIS:
Die Telefonnummer die Ihr wählt, ist zum regulären Tarif erreichbar. Wir verdienen damit kein Geld, es ist ein Experiment, ein künstlerisches Projekt und ein Geschenk an Euch!

Der Club der Vorleser & Crystal Ball
Dominique Wolf & Lydia Karstadt freuen sich auf Eure Anrufe und Besuche!!

alleente

Eröffnung am 7. September um 17 Uhr

Die Kuratorin Lydia Karstadt scheint noch nicht aus dem Jahurndertsommer zurückgekehrt und zeigt unterdessen im Schaufenster von Crystal Ball; neben atemberaubenden handgefertigten Papierarbeiten auf Leinwand, ein Window of Moving Art, eines der aktuellen Collage Mobilees des Künstlers und Ausnahme Performers Manfred Kirschner. Kirschner antwortete zuletzt in einem Interview auf die Frage welchen Künstler er derzeit am stärksten schätzen würde: “ Ich bin der beste Künstler den ich kenne“. Alle Ente kann man da nur sagen.

Eröffnung mit Performance
am Sa. 9. Juni, um 19 Uhr

bis So. 15. Juli 2018

Der Galerieraum verwandelt sich in einen Warteraum indem sich ebenso die Frage spiegelt worauf wir eigentlich warten bzw. welche Erwartungen wir an das Kommende knüpfen. Was wird später sein? In der Inszenierung des Raumes sind Kunstwerke präsentiert und es stehen Informationsmaterialien und Erfrischungen bereit, die, wie in jedem anderen beliebigen Wartetraum, von diesen Gedankengängen erfolgreich ablenken oder diese im Unterschied besonders fokussieren könnten. Nehmen Sie sich Zeit.

Gabi Garland a salle d´attente Galerie Crystal Ball Berlin

Gabi Garland, waiting for my fan, Barcelona, 2018

Dans la salle d‚attente,

on est juste là. Assis. On ne fait pas grand chose!

Il faut juste qu’on soit là.
Quelques fois on regarde le temps qui passe.
C’est un peu long d’ailleurs, de le voir passer.
Mais bon, dans la salle d’attente,
on est là pour qu’ensuite il se passe quelque chose!
Et souvent, ce qu’il se passe après est tout de même un peu décevant.
Parce que finalement, dans la salle d’attente,
on était un peu content, d’avoir enfin tout ce temps.
Natascha Frioud
Natascha Frioud Galerie Crystal Ball Berlin
Natascha Frioud, Wärmt und macht jung: Die älteste Kleidung der Welt, Tinte auf Zeitungspapier, 2018

Das Orginal!

F.Y.S. Volume # 4 – der wunderbare Portraitsalon mit Musik und Performances –

vom 29. Mai bis 2. Juni 2018

jeweils 14 bis 19 Uhr – Besuchen Sie den legendären Salon in diesem Jahr, sitzen sie Modell und lassen Sie ihr einzigartiges Portrait in direkter Kommunikation mit einer/m Künstler/in herstellen.

Sonnabend 2. Juni, Portrait – Party ab 20 Uhr

Performer: Charlene, Rias Berlin, Goldkehlchen, Mireille & Matthieu, Lydia Karstadt und weitere Überraschungen

Mit: Jim Avignon, Ioana Alexe, Francoise Cactus, Natascha Frioud,  Gabi Garland, Maike Hartwig, Mareike Hube, Elke Graalfs, Lydia Karstadt, Manfred Kirschner, Anett Lau, Caren Sielaff, Stu Mead, Mini Mo, Berit Schneider, Gisela Wrede und weiteren

portraitofsamantha

Portrait of Samantha, Paper on canvas, 30 x 30 cm, Lydia Karstadt, 2018

 

Vernissage am Fr. 2. Februar um 19 Uhr

Finissage mit musikalischer Performance am So. 11. März um 17 Uhr


yeahklein

Im März 2007 vor ca. 11 Jahren eröffnete die Galerie Crystal Ball mit einer Ausstellung der Künstlerin und Musikerin Silke Thoss alias Silky. Bei „Don´t think about it!“ zeigt Silky in ihrer vierten Präsentation in Crystal Ball, eine raumarbeitende Installation, ein außerordentliches Set Design, aus bemalten Objekten – bildhafte, illuminierte Hinweis- und Reklameschilder. In dem Zusammenspiel von Sprache, Lichteffekten, Sound und Nebel simulieren sie eine urbane Reklame- Außensituation. Die aus vielen Filmen, großstädischen Situationen bekannten und ikonografisch besetzten Billboards und Reklameschilder werden von der Künstlerin mit ironischen Bezügen und Bedeutungen besetzt. Innerhalb des Raumes kommunizieren diese wiederum in einer assoziativen Collage.

Silkys humorvolle Strategie in der Umsetzung ihrer Ideen, erzeugt eine intelligente Leichtigkeit, die in lakonischer und sublimer Weise wirkt. Sie besitzt eine außerordentliche Position im Kunstbetrieb, da sie sich keine elitären Zuschreibungen aufbürden lässt. In einer Zeit, in der soziale Energien etwas Besonderes darstellen, kann man Ihre Arbeit als wirkliches Glück empfinden. Daher freue ich mich auch sehr, im Jubiläumsjahr der Galerie, Silky zeigen zu können!

In der Ausstellung werden auch kleinere Multiples der Künstlerin zu sehen sein.

About 11 years ago, in March 2007,  Crystal Ball Gallery opened with an exhibition by the artist and musician Silke Thoss aka Silky. With „Don’t think about it!“ Silky shows in her fourth presentation at Crystal Ball, a space related installation, an extraordinary set design, made of painted objects – pictorial, illuminated signs and billboards. In the interplay of language, light effects, sound and fog, they simulate an urban external advertising situation. The billboards, which are known from many films, metropolitan situations, are iconographically occupied by the artist with ironic references and meanings. Within the space, these communicate in an associative collage.

Silky’s humorous strategy in the implementation of her ideas creates a smart lightness that works in a laconic and sublime way. She owns an extraordinary position in the art business, as she does not impose any elitist attributions. In a time when social energies are special, this work can be considered as real fortune. Therefore I am very happy to be able to show Silky in the jubilee year of the gallery!

The exhibition will also feature smaller multiples by the artist.

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Samstag, 27. Januar ab 19:00

19:00 Autodidaktischer Oberton-Workshop mit Stefan Ruf

20:30 MONGOLIE – Bilder / Texte: Georg Jansen,  Sound & Musik: Max Jansen

21:30 Obertonchor

Auf zwei längeren Reisen von Georg Jansen in der Mongolei sind Fotos und Texte entstanden, die das Land und seine (wenigen) Menschen von einem subjektiven Standpunkt aus in den Blick nehmen. Seit seiner Rückkehr versucht der Autor, die Beobachtungen zu ordnen und die Texte weiterzuschreiben, um zu einem größeren Bild zu gelangen unter den Leitfragen: Was bewegt die Mongolei heute? Gibt es einen Zeitgeist der Mongolei? Wie verhält sich das Land im Zeitalter des globalen Konsumismus?

 

Mongolie - Bilder/ Texte / Musik

Georg Jansen, 2017