Vernissage am Sa. 7. Dezember um 19 Uhr

Di.,Do.,Fr.: 14-19 Uhr und gerne nach Vereinbarung! Tel:030 60052828

bis So. 22. Dezember 2019

Jim Avignon, der regelmäßig am mittlerweile legendären, jährlichen Crystal Ball: „Fuck Your Selfie“ -Portraitsalon-Festival teilnimmt, zeigt im Dezember 2019 sein außergewöhnliches spezielles Porträtprojekt : „Your Portrait Here!“ Der Künstler eröffnet eine Ausstellung mit unvollendeten Bildern, in der die Zuschauer automatisch eine immanente Rolle einnehmen. Eine interaktive Kunstausstellung, die erst am Ende durch die Zusammenstellung der Porträtmodelle mit ihrer Kulisse, Landschaft oder Hintergrund abgeschlossen wird. Jim Avignon wird Crystal Ball in dieser Zeit auch als Atelier nutzen, um die Leerstellen zu füllen und die Portaitserie zu entwickeln.

Jim Avignon, who regularly attends the legendary, annual „Fuck Your Selfie“ Crystal Ball Portraitsalon Festival, will be showing his extraordinary special portrait project in December 2019: „Your Portrait Here!“ The artist opens an exhibition of unfinished pictures, in which the audience automatically assumes an immanent role. An interactive art exhibition that only ends with the composition of the portrait models with their backdrop, landscape or background. Jim Avignon will also use Crystal Ball as a studio during this period to fill in the blanks and develop the portrait series.

Eröffnung Freitag, 11. Oktober um 19 Uhr

verlängert bis 2. November, mit Finissage um 20 Uhr

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Oliver Voigt, New York #1, Tusche auf Papier, 2018

Oliver Voigt vertritt eine ebenso freie, wie moderne künstlerische Position. Er arbeitet in verschiedenen Sparten und macht sich frei von einem immer gleichen, künstlerischen Gestus. Mit hoher Konzentration begibt er sich in thematische Felder, erarbeitet oft erst die dazu nötigen Produktionstechniken und Strategien im jeweiligen Medium.

Für „Mind the Gap“ hat der Künstler nun eine ästhetische Methodik entwickelt, die die Tonwerte der zitierten Bilder in Zahlen umschreibt, welche dann übertragen und mit Tusche auf Papier umgesetzt werden. Die Basis der Bilder sind Nachrichtenfotos, Fotografien der Opfer von Anschlägen und Terror. Verstörende Bilder, deren Inhalt, ihre innewohnende brutale Gewalt und Verachtung wir kaum noch im Stande sind auszuhalten.

So ist Oliver Voigt davon überzeugt, das wir in unserem gesellschaftlichen Kontext häufig schon unbewußt an einer Distanzierung zu bestimmten Bildern und Nachrichten arbeiten und die Bilder nicht mehr genau „sehen“. Ihm geht es aber um eine persönliche, wie bildliche Annäherung. Indem er die Bilder analytisch zerlegt, sie zu sich heranholt und in ein Mosaik wandelt, kann er sich Ihnen nähern. Das Interessante an dieser analytisch, technischen Herangehensweise des Künstlers ist, das er genau diese enstandene Lücke, das Unfassbare wieder herstellt und sichtbar macht.

Oliver Voigt represents an equally free and modern artistic position. He works in different fields and frees himself from an always same artistic gesture. He works on thematic fields with high concentration, often developing the necessary production techniques and strategies in the respective medium.
For „Mind the Gap“, the artist has now developed an aesthetic methodology that circumscribes the tonal values ​​of the quoted images in numbers, which are then transferred with ink on paper. The basis of the pictures are newspaper photos, photographs of the victims of attacks and terror. Disturbing images, their content, their inherent brutal violence and contempt we are barely able to endure.

In this way, Oliver Voigt is convinced that in our social context we often already unconsciously work on distancing ourselves from certain pictures and messages and no longer „see“ the images exactly. But it is about a personal, as pictorial approach. By analyzing the pictures analytically, getting them to himself and turning them into a mosaic, he can approach them. The interesting thing about this analytical, technical work of the artist is that he recreates exactly this created gap, the incomprehensible and makes it visible.

Vernissage am Sa. 7. September um 20 Uhr

bis Fr. 20 September

Der niederländische Maler Hiske Hilgenga hat ein besonderes Faible für Turnschuhe. Sie besitzen für ihn ebenso hohe ästhetische wie erotische Anziehungskraft. So hat er in seiner Kunst einen Weg gefunden, sein Interesse in eine Malerei zu übersetzen, die dem Komplex dieser Vorliebe gerecht wird. Hyske Hilgenans Arbeiten zeichnen sich durch einen rauhen, pastosen, geradezu schmucklosen Malstil aus.

Die flächigen, unprätentiösen Bilder scheinen es allein der Farbe zu überlassen, das Motiv zu konstruieren. Sie zeugen von einer hohen Materialverliebtheit, die dabei die schwierigen Grenzen, zwischen Abstraktion und Bildhaftigkeit, Material und Effekt mühelos und unbeachtet überwinden.

Hyske Hilgengas plakativen Turnschuhe haben eine ebenso leichte, wie ironische Aura. Sie fügen unserer überfüllten Warenwelt keinen weiteren Plastikmüll hinzu, für ihr Debüt muß niemand die Nacht vor einem Laden verbringen.

Nein, sie spiegeln ihre zitierte Subjekt-Objekt Beziehung ganz einfach und spielerisch in die der Kunst. Man kann in dieser Strategie, auch einen subversiven Kommentar zum toxischen Hochkapitalismus lesen.

Lydia Karstadt

 

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Hiske Hilgegna, Sneaker Art, 2019

Bicycletta Disko Service

Bicycletta Disko Service, Galerie Crystal Ball, 2019

Am 17. August debütiert eine neuartige Diskoerfindung die zuletzt in der Eloi&Morlock Performance von Manfred Kirschner und Oliver Voigt eine Preview feierte in der Kristallkugel, (Crystal Ball). Ab 19 Uhr lädt Lydia Karstadt zum Sommerfest und klimaneutralem Tanzen mit dem Bicycletta Disko Service, der Weltneuheit im Diskothekbetrieb. Ein Mensch fährt Rad und die Anderen können Musik hören und tanzen. Die Erfinder, das Ersatzschrankorchester aus Berlin Frohnau freuen sich bei dieser Kunstaktion über zahlreiche Diskjockeys und tanzendes Publikum!

Sie sind eingeladen!

Vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2019, jeweils von 14 bis 19 Uhr

Das legendäre Portraitsalon Festival in diesem Jahr zum 5ten Mal !

Berliner Künstler*innen Stars portraitieren Sie in Dichtung, Malerei, Zeichnung, Objekt, Gesang, Tanz und Performance!

Mit: Jim Avignon, Herve Cabin, Francoise Cactus, Betty Diggler, Gina Dorio, Natascha Frioud, Gabi Garland, Maike Hartwig, Mareike Hube, Carola Humbodt, Elke Graalfs, Miriam Licia Jadischke, Lydia Karstadt, Manfred Kirschner, Andreas Kotulla, Eike Lauen, Rudi Paris, Caren Sielaff, Gabriele Regiert, Rias, Veronika Schumacher, Berit Schneider, Heike Walter, Oliver Voigt, Gisela Wrede und weiteren!

Vielleicht absurd anzunehmen, daß eine klassische Portraitsituation, indem ein Modell, in diesem Fall der Besucher in eine direkte Beziehung zu einem/r Künstler*in tritt, so besonders sei, das sie dies zur Kunst adle. In unserer Zeit, die auch von Populismus, Verbreitung unüberprüfter Subjektiven und einem nervtötenden ÜberIndividualismus, geprägt wird, erklärt sich jedoch das klassische, lebensechte Gespräch, der kommunikative Akt zwischenmenschlicher Wahrnehmung, Spiegelung und Darstellung zur Avantgarde. An fünf aufeinander folgenden Tagen portratieren die jeweils anwesenden Künstler, die Besucher der Galerie. Die kommunikative Arbeitsatmosphäre wird von Performances und Musikbeiträgen begleitet, währenddessen eine neue Portraitausstellung wächst. Die Teilnahme dafür, ist auch noch während des Festivals offen. Wir freuen uns auf die fünfte Ausgabe des Salons!

 

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Fuck Your Selfie Numero Cinque, Lydia Karstadt, 2019

Café Tasse

16/04/2019

Eröffnung; 15 Uhr bis 23 Uhr

Es ist wieder soweit! Wie Lydia Karstadt, die Crystal Ball seit 2016 kuratiert, kürzlich anmerkte: „Der White Cube kann mich mal!“
Das Kunstzentrum Crystal Ball verwandelt sich erneut und schon wieder in ein Café? Aber warum nur? Weil Crystal Ball etwas hat, das andere Cafés nicht haben! Richtige, echte, olle Tassen die man als „To go“ mitnehmen darf und gentrifizierfreien Kaffee ! Dazu gibt es Performances von Caren Sielaff, Lydia, Rias, den Soundtrack von DJ Catastrophé und Steffi auf dem Floor und an der Kaffeemaschine. Bilder sind auch an den Wänden. Man könnte fast denken, da ist ein Konzept dahinter.
Unser temporäres „Star Up Unternehmen“ läuft für einen Nachmittag bis in den Abend. Wer möchte, bringt einen Kuchen zur Disco mit. Die Ausstellung zeigt erste Ergebnisse des Collage-Garage Workshops sowie Arbeiten von: Caren Sielaff, Mini Mo, Carola Humboldt, Tamara Trölsch und Natascha Frioud.

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Vernissage mit Performance, Fr. 8 Februar um 20 Uhr

Achtung! Die Ausstellung wurde auf der Vernissage, in einer Performance durch die Künstlerin zerstört und entsorgt. Beachten Sie die kommende dokumentarische Veröffentlichung dazu: „Ich bin Ich – Coming Sohn. Sie können noch wenige Fragmente der Arbeiten erwerben.

La Tour Eiffel, Installation/ Detail, Arielle C. Schubert, Berlin 2018

La Tour Eiffel, Installation/ Detail, Arielle C. Schuberti, Galerie Crystal Ball Berlin 2018

Arielle Charlotte Schuberti a passé plusieurs semestres à étudier la linguistique, la médecine vétérinaire et l’art dans diverses universités internationales, car elle cherchait à optimiser ses études de manière plus objective, dit-elle. Cette stratégie est typique de l’artiste, dont le personnage travaille plus sur son élan. Son approche artistique est donc déterminée par un très haut degré de subjectivité et ainsi quun égocentrisme conscient et naïf. Les thèmes comme les émotions, Paris, les relations amoureuses et la mode sont les principaux sujets inspirants son travail. L’utilisation de rouge à lèvres, de paillettes et de poudre à farder sont sa marque de fabrique résultant une expression narcissique pure, qui va au-delà du non-art et du laid. L’artiste sait comment transcender avec brio son équilibre et exerce ainsi une critique sublime du culte de la star et du rehaussement artistique dans le contexte de l’art. D’une part, la résonance de son travail dépasse les limites de ses matériaux de travail banal. D’un autre côté, ils sont purs et indéniables. Avec sa position artistique, elle établit un contrepoint et sort avec succès de l’ombre de son célèbre père, tout aussi polarisant. Arielle C. Schuberti présenteras lors de sa première exposition à Berlin des installations crées lors de l’année écoulée. L’exposition „Ich bin Ich“ ainsi que la biographie de l’artiste sont des inventions du groupe d’artistes français „Pas de Costmes“ qui a quitté Berlin en 2018. Et c’est d’ailleur toute l’absurdité avec « Pas de Costumes » qui jouant sur les ambivalences vont jusqu’à faire croire qu’Arielle aurait supposé la création de ce groupe d’artistes. Le soir du vernissage fera également lieu de tournage.

Arielle Charlotte Schuberti studierte jeweils einige Semester Lingiustik, Tiermedizin und Kunst an verschiedenen internationalen Universitäten weil sie dadurch ihre Studien objektiver zu optimieren suchte, wie sie sagt. Diese Strategie ist typisch für die Künstlerin, deren Charakter stärker arbeitet als ihr Impetus. Ihr künstlerischer Ansatz ist daher von sehr hoher Subjektivität und einer bewußten, naiv agierender Egozentrik bestimmt. Die thematischen Felder; Emotion, Paris, Beziehungen und Fashion durchweben immer wieder ihre Arbeiten. Dabei ist der Einsatz von Lippenstift, Glitzer und Puder ihr Markenzeichen, eines schier hochgestapelten, narzistischen Ausdrucks, der sich an den Rand der Nichtkunst und des Hässlichen begibt. Die Künstlerin versteht es dabei meisterhaft, die Balance zu überschreiten und übt damit eine sublime Kritik am Starkult und künstlerischer Erhöhung im Kunstkontext. Die Resonanz ihres Werkes strahlt einerseits über die Grenzen ihrer bloßen, banalen Arbeitsstoffe hinaus. Anderseits sind sie pur und unverwechselbar. Mit ihrer künstlerischen Position setzt sie einen Kontrapunkt und bewegt sich damit erfolgreich aus dem Schatten ihres ebenso polarisierenden, berühmten Vaters. In der ersten Ausstellung ihrer Arbeiten in Berlin zeigt Arielle C. Schubert erstmalig auch Installationen aus dem vergangenem Jahr.

Die Ausstellung „Ich bin Ich“ samt Künstlerbiografie sind eine Erfindung der französischen Künstlergruppe „Pas de Costmes“ die eigentlich 2018 Berlin verlassen haben. Aber genau kann man das bei „Pas de Costumes“ niemals sagen, vielmehr könnte es um die Ambivalenz dieses Zustandes gehen, da man auch wiederum vermuten kann, Arielle habe diese Künstlergruppe erdacht.

Vernissage: Arielle Schuberti/ Galerie Crystal Ball, Alle Fotos Copyright; Betti Lerche, Berlin