Vernissage am Sa. 7. Dezember um 19 Uhr

Di.,Do.,Fr.: 14-19 Uhr und gerne nach Vereinbarung! Tel:030 60052828

bis So. 22. Dezember 2019

Jim Avignon, der regelmäßig am jährlichen Crystal Ball: „Fuck Your Selfie“- Portraitsalon- Festival teilnimmt, zeigt im Dezember 2019 sein außergewöhnliches Porträtprojekt: „Your Portrait Here!“ Der Künstler eröffnet eine Ausstellung mit unvollendeten Bildern, in der die Zuschauer automatisch eine immanente Rolle einnehmen, da sie sich in die Bilder hineinmalen lassen können. Eine interaktive Kunstausstellung, die erst am Ende durch die Zusammenstellung der Porträtmodelle mit ihrer Kulisse, ihrem Hintergrund, abgeschlossen wird. Jim Avignon wird Crystal Ball in dieser Zeit auch als Atelier nutzen, um die Leerstellen auszumalen und die Portaitserie zu entwickeln. Jim Avignons künstlerische Arbeit ist gegenüber elitären, hochpreisigen Positionen erfrischend oppositionell. Seine Arbeitsweise orientiert sich stärker am Leben und ist den Menschen und Rezipienten zugewand. In über zwei Dekaden hat Jim Avignon bereits unermüdlich als eine Art gesellschaftliches Reflexiv in seinem Kunst- und Musik- Ouevre, Kritik humorvoll und stilsicher abgebildet. Im Kunstforum Band 262, Borderlines /2019 fällt Jims Vergleich zu Charlie Chaplin auf. Das Aufmerken, der Wichtigkeit einer solchen Position scheint dort, gleichzeitig mit ihrer Brisanz des Sozialen in unserer hierarchisierten Hochkultur angekommen zu sein. https://www.kunstforum.de/artikel/jim-avignon/

Jim Avignon, who regularly attends the legendary, yearly „Fuck Your Selfie“ Crystal Ball Portraitsalon Festival, will be showing his extraordinary portrait project in December 2019: „Your Portrait Here!“. The artist opens an exhibition with unfinished pictures, in which the audience automatically assumes an immanent role, as they can be painted into the pictures. An interactive art exhibition that only ends with the composition of the portrait models with their backdrop, landscape or background. Jim Avignon will also use Crystal Ball as a studio during this period to fill in the blanks and develop the portrait series. Jim Avignon’s artistic work is refreshingly oppositional to elitist, high priced positions. His way of working is more oriented towards life and is dedicated to the people and recipients. In more than two decades, Jim Avignon has tirelessly, humorously depict critique as a kind of social reflexive in his art and music ouevre. In the Art Forum, volume 262, Borderlines from 2019, Jims comparison to Charlie Chaplin stands out. The note, the importance of such a position, seems to have arrived at the same time as the explosiveness of its social in our hierarchical high culture.

Your Portrait Here! Das Portraitstudio am Abend, Installation, Jim Avignon/ Lydia Karstadt

Eröffnung Freitag, 11. Oktober um 19 Uhr

verlängert bis 2. November, mit Finissage um 20 Uhr

NewYork1
Oliver Voigt, New York #1, Tusche auf Papier, 2018

Oliver Voigt, New York #1, Tusche auf Papier, 2018

Oliver Voigt vertritt eine ebenso freie, wie moderne künstlerische Position. Er arbeitet in verschiedenen Sparten und macht sich frei von einem immer gleichen, künstlerischen Gestus. Mit hoher Konzentration begibt er sich in thematische Felder, erarbeitet oft erst die dazu nötigen Produktionstechniken und Strategien im jeweiligen Medium.

Für „Mind the Gap“ hat der Künstler nun eine ästhetische Methodik entwickelt, die die Tonwerte der zitierten Bilder in Zahlen umschreibt, welche dann übertragen und mit Tusche auf Papier umgesetzt werden. Die Basis der Bilder sind Nachrichtenfotos, Fotografien der Opfer von Anschlägen und Terror. Verstörende Bilder, deren Inhalt, ihre innewohnende brutale Gewalt und Verachtung wir kaum noch im Stande sind auszuhalten.

So ist Oliver Voigt davon überzeugt, das wir in unserem gesellschaftlichen Kontext häufig schon unbewußt an einer Distanzierung zu bestimmten Bildern und Nachrichten arbeiten und die Bilder nicht mehr genau „sehen“. Ihm geht es aber um eine persönliche, wie bildliche Annäherung. Indem er die Bilder analytisch zerlegt, sie zu sich heranholt und in ein Mosaik wandelt, kann er sich Ihnen nähern. Das Interessante an dieser analytisch, technischen Herangehensweise des Künstlers ist, das er genau diese enstandene Lücke, das Unfassbare wieder herstellt und sichtbar macht.

Oliver Voigt represents an equally free and modern artistic position. He works in different fields and frees himself from an always same artistic gesture. He works on thematic fields with high concentration, often developing the necessary production techniques and strategies in the respective medium.
For „Mind the Gap“, the artist has now developed an aesthetic methodology that circumscribes the tonal values ​​of the quoted images in numbers, which are then transferred with ink on paper. The basis of the pictures are newspaper photos, photographs of the victims of attacks and terror. Disturbing images, their content, their inherent brutal violence and contempt we are barely able to endure.

In this way, Oliver Voigt is convinced that in our social context we often already unconsciously work on distancing ourselves from certain pictures and messages and no longer „see“ the images exactly. But it is about a personal, as pictorial approach. By analyzing the pictures analytically, getting them to himself and turning them into a mosaic, he can approach them. The interesting thing about this analytical, technical work of the artist is that he recreates exactly this created gap, the incomprehensible and makes it visible.

Vernissage am Sa. 7. September um 20 Uhr

bis Fr. 20 September

Der niederländische Maler Hiske Hilgenga hat ein besonderes Faible für Turnschuhe. Sie besitzen für ihn ebenso hohe ästhetische wie erotische Anziehungskraft. So hat er in seiner Kunst einen Weg gefunden, sein Interesse in eine Malerei zu übersetzen, die dem Komplex dieser Vorliebe gerecht wird. Hyske Hilgenans Arbeiten zeichnen sich durch einen rauhen, pastosen, geradezu schmucklosen Malstil aus.

Die flächigen, unprätentiösen Bilder scheinen es allein der Farbe zu überlassen, das Motiv zu konstruieren. Sie zeugen von einer hohen Materialverliebtheit, die dabei die schwierigen Grenzen, zwischen Abstraktion und Bildhaftigkeit, Material und Effekt mühelos und unbeachtet überwinden.

Hyske Hilgengas plakativen Turnschuhe haben eine ebenso leichte, wie ironische Aura. Sie fügen unserer überfüllten Warenwelt keinen weiteren Plastikmüll hinzu, für ihr Debüt muß niemand die Nacht vor einem Laden verbringen.

Nein, sie spiegeln ihre zitierte Subjekt-Objekt Beziehung ganz einfach und spielerisch in die der Kunst. Man kann in dieser Strategie, auch einen subversiven Kommentar zum toxischen Hochkapitalismus lesen.

Lydia Karstadt

Afbeelding1

Hiske Hilgegna, Sneaker Art, 2019

Bicycletta Disko Service
Bicycletta Disko Service, klimaneutral tanzen in der Galerie Crystal Ball, 2019

Am 17. August debütiert eine neuartige Diskoerfindung die zuletzt in der Eloi&Morlock Performance von Manfred Kirschner und Oliver Voigt eine Preview feierte in der Kristallkugel, (Crystal Ball). Ab 19 Uhr lädt Lydia Karstadt zum Sommerfest und klimaneutralem Tanzen mit dem Bicycletta Disko Service, der Weltneuheit im Diskothekbetrieb. Ein Mensch fährt Rad und die Anderen können Musik hören und tanzen. Die Erfinder, das Ersatzschrankorchester aus Berlin Frohnau freuen sich bei dieser Kunstaktion über zahlreiche Diskjockeys und tanzendes Publikum!