8. Mai bis 5. Juni 2020

Die Ausstellung ist bis zur Finissage auf Anfrage weiterhin zu sehen!

Finissage am Sonntag den 16. August um 17 Uhr

Die Ausstellung ist wieder für Publikum geöffnet. Sie können die Galerie nun wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten besuchen. Angesichts der Corona Pandemie haben wir außerdem ein 360 Grad Panorama inklusive einem Interview mit der Künstlerin veröffentlicht.

Gabriele Regiert, Plan B, ca. 320 x 350 cm, Installation/ Detail, 2020

Die Ausstellung von Gabriele Regiert ist ab Freitag den 8. Mai zu den gewohnten Öffnungszeiten für einzelne Besucher geöffnet.  Di., Do., Fr.: 14- 19 Uhr

Über die Sphäre können Sie zudem einen 360 ° Blick und ein Interview von Stefan Ruf mit der Künstlerin aufrufen.

https://storyspheres.com/scene/ih67xkPi?title=1

Gabriele Regiert zeigt in der Ausstellung Plan B, ihre gleichnamige Installation, ein großes Tableau aus zusammengefügten Zeichnungen und Leinwänden. Jede Arbeit, jede Zeichnung steht darin für sich, ihre eigene Präsenz fügt sich aber zugunsten einer Wirkung im Gesamten. Gabriele Regierts Zeichnungen sind Prozesse; Ihr Ablauf, teils eine Handarbeit die nichts will als ihr Tun, ist ihr Motiv. So entstehen über einen Umweg sehr freie, hoch ästhetische Blätter die nicht Kunst wollen und doch Kunst werden. In Plan B. sind die Blätter wie Handnotizen an- und teils übereinander aufgehängt, Bildteile verschwinden oder erscheinen ungesteuert zusammengebracht, gerade diese Strategie einer ungewöhnlichen, lapidaren Behandlung bringt die Emanation der Bilder effektiv hervor und ist als künstlerische Haltung exemplarisch für die Künstlerin. Gabriele Regiert zitiert und streift dabei visuelle Universalien wie vielleicht in diesem Fall; Zettelwände, Pinboards oder die aus Krimis bekannten Fall -Sammlungen schwingen in dieser Ästhetik mit. Das Zusammenspiel öffnet sich der Bedeutung- unerwarteten Assoziationen – es geht um den Moment. Die Künstlerin hält ihre Zeichnungen offen. Die Handhabung des Unfertigen, einer unbewußten Zeichenhandlung deren Linienführung immer auf dem Weg ist, deren Muster sich woanders suchen und eher dem Teefleck als einem konkreten Ziel verpflichtet sind, verstärken ihre gegenwärtige Präsenz. Die Installation ist in dieser Arbeitsweise immer temporär. Bei einer erneuten Hängung gliche die Präsentation eher einem Reenactment als einer präzisen Wiederholung.
Der Arbeitsprozess ist dynamisch, die künstlerischen Produkte nahezu performativ, lebendig in ihrem gestalterischen Zusammenhang nicht feststehend. Manches wäre sicher verschwunden, weil es weitergearbeitet oder in dem Fundus der Künstlerin erneut zu Material wurde. Diese Arbeitsweise ist sehr dem Leben verpflichtet, sie demokratisiert die Werke untereinander und arbeitet an einer neuen innovativen Haltung. Gabriele Regierts Werk birgt ein prozessuales, übergeordnetes Verständnis und zeigt damit Kunst ist unmittelbare Lebendigkeit.

Zur Ausstellung erscheint die Edition „Pret A Manger“, gerahmt, 18 x 12 x 5 cm, Auflage 15 , je 120,-

Pret A Manger 2/15 – Gabriele Regiert, Edition #1, gerahmt/ signiert, 120,- Crystal Ball, 2020

In the exhibition Plan B, Gabriele Regiert shows her installation of the same name, a large tableau of assembled drawings and canvases. Each work, and drawing stands on its own, but its own presence adds up to an overall effect. Gabriele Regiert’s drawings are processes; their sequence of events, her work that wants nothing but her actions, is her motif. In this way, very free, highly aesthetic sheets are created which do not want but become art. In Plan B., the sheets are hung on top of each other and partly on top of each other like emergency seats, parts of the picture disappear or appear to be brought together in an uncontrolled way. It is precisely this strategy of an unusual, succinct treatment that effectively produces the emanation of the pictures and is exemplary for the artist as an artistic attitude. Gabriele Regiert quotes and touches on visual universals such as in this case note boards, pinboards or the case collections known from crime novels – collections that resonate in this aesthetic. The interplay opens up to meaning – unexpected associations – it is about the moment. The artist keeps her drawings open. The handling of the unfinished, an unconscious drawing action whose lines are always on the way, whose patterns look for themselves elsewhere and are more committed to the tea stain than to a concrete goal, reinforce her present presence. The installation is always temporary in this way of working. When hung again, the presentation resembled a re-enactment rather than a precise repetition.
The working process is dynamic, the artistic products almost performative, lively in their creative context, not fixed. Some would certainly have disappeared because they continued working or became material again in the artist’s fund. This way of working is very committed to life, it democratizes the works among themselves and works on a new innovative attitude. Gabriele Regiert’s work contains a processual, superordinate understanding and thus shows that art is immediate liveliness.
On the occasion of the exhibition the edition „Pret A Manger“, framed, 18 x 12 x 5 cm, edition of 15, each 100,-